Schulausschuss diskutiert Integratonsmonitoring Ausländer: Ein Fünftel ohne Abschluss

Münster -

Die Zahlen des aktuell von der Verwaltung vorgelegten Integrationsmonitorings lieferten dem Schulausschuss Diskussionsstoff. Die Frage, warum so viele junge Ausländer ohne Schulabschluss bleiben, wurde vorerst nicht beantwortet.

Von Karin Völker
Schulausschussvorsitzende Angela Stähler Foto: Jean-Marie Tronquet

Wie stellt sich das Zusammenleben von aus dem Ausland Zugewanderten mit der deutschstämmigen Bevölkerung in Münster dar? Dazu liefert das soeben von der Stadtverwaltung vorgelegte „Integrationsmonitoring 2017“ detaillierte Zahlen. Die Mitglieder des Schulausschusses, die am Dienstagabend über den Bericht diskutierten, hatten dazu – gerade mit Blick auf den Bereich Bildung und Schule – wichtige Fragen: Schulausschussvorsitzende Angela Stähler (CDU) fragt sich, warum ausländische Schüler gerade in der integrativen Schulform Gesamtschule besonders wenig repräsentiert sind (5,2 Prozent).

SPD-Ratsfrau Doris Feldmann freut sich zwar über die wachsende Zahl von ausländischen Kindern, die das Gymnasium besuchen (26,2 Prozent), stellt aber fest, dass lediglich 12,8 Prozent der jungen Ausländer mit dem Abitur abschließen, während die deutschen Jugendlichen, die zum Gymnasium kommen (60,7 Prozent), zum sehr großen Teil (54,9 Prozent) mit der allgemeinen Hochschulreife abgehen.

„Besorgniserregend“ und „dramatisch“ finden es mehre Ausschussmitglieder, dass von den ausländischen Schülerinnen und Schülern 20,9 Prozent ohne Hauptschulabschluss bleiben (Deutsche: 4,6 Prozent). Antworten dazu liefert der Bericht nicht – weshalb Schuldezernent Thomas Paal anregte, künftig beim Inte­grationsmonitoring auch Analysen zu liefern, um Handlungsempfehlungen aus der Bestandsaufnahme ableiten zu können. Er schlug auch vor, den im Bericht benutzten, komplizierten Begriff „Migrationsvorgeschichte“ künftig zu ändern.