Geld und Schmuck in Ottmarsbocholt gestohlen: Einbrecher zu Bewährungsstrafe verurteilt

Nottuln/Ottmarsbocholt -

Ein 34-Jähriger, der bei einem Wohnungseinbruch in Ottmarsbocholt Geld, Papier und Schmuck gestohlen hat, ist zu einer 15-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Von Dieter Klein

Bislang hatte der 34 Jahre alte Gladbecker nur drei geringe Vorstrafen wegen Fahrens ohne Führerschein auf seinem Konto. Am Donnerstag vor dem Amtsgericht Coesfeld kamen 15 Monate Haft dazu, wegen gemeinschaftlichen Bandeneinbruchs – unter anderem in Appelhülsen und Ottmarsbocholt. Wegen einer günstigen Sozialprognose wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.

Verdächtig machte den Angeklagten ein abgehörtes Telefongespräch, in dem er sagte: „Man kann am helllichten Tag einbrechen. Nur sonntags nicht. Da sind die Leute meist zu Hause.“ Laut Gericht wurde dem Mann aus dem ehemaligen Kosovo ein Einbruch in Appelhülsen nachgewiesen. Dort hatte der Angeklagte seinen Wagen auf dem K&K-Parkplatz abgestellt und mit einem Kollegen an der Haustür eines nahe gelegenen Wohnhauses geklingelt. Da niemand öffnete, hebelten die Einbrecher eine rückseitige Terrassentür auf und stiegen ein. Hier jedoch überraschte sie ein Mädchen, das auf Anraten seiner Eltern „Fremden“ nicht geöffnet hatte. Die Täter flüchteten, konnten aber später wiedererkannt werden.

Fünf Wochen später dasselbe Schema in Ottmarsbocholt. Wieder klingelten die Einbrecher, niemand öffnete. Einstieg über die Rückseite. Erfolgreich. Mit Bargeld, Papieren und Schmuck für mehr als 2000 Euro zogen sie ab. Doch der Wagen des Angeklagten geriet später in das Netz der Polizei. Der dritte Einbruch ereignete sich in der Nähe von Hamburg. Eine „zufällig vorbeikommende“ Polizeistreife griff das Duo auf – noch bevor die Fenster „geknackt“ waren.